Nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti ist die Not der Bevölkerung trotz massiver internationaler Hilfe immer noch bedrückend und für den Wiederaufbau muss noch viel getan werden. UNICEF koordiniert die internationale Hilfe für Haiti in den Bereichen Trinkwasser, Kinderernährung und Bildung.
Im Westen des Landes sind schätzungsweise 80 Prozent der Schulen zerstört oder schwer beschädigt; im Südwesten sind es 35-40 Prozent. Dies bedeutet, dass rund 5.000 Schulen für bis zu 2,9 Millionen Kinder und Jugendliche nicht mehr funktionsfähig sind. Es ist aber besonders wichtig, über den Schulunterricht den Kindern und Jugendlichen ein Stück Normalität zurück zu geben.
- Gemeinsam mit Save the Children und dem Bildungsministerium koordiniert UNICEF die Einrichtung eines provisorischen Schulunterrichts und den Wiederaufbau im Schulbereich.
- UNICEF hat damit begonnen, die ersten 150 Großzelte für Notschulen aufzubauen. Darin sollen 10.000 Kinder spielen und lernen. Die ersten dieser Notschulen haben ihre Arbeit aufgenommen.
- Weiter wurden bislang 360 „Schulen in der Kiste“ mit Lern- und Arbeitsmaterial für 14.000 Kinder bereitgestellt. Hinzu kommen 410 so genannter „Spielzeug-Pakete“ mit Sport- und Spielutensilien.
- UNICEF beschafft insgesamt Zelte und Lernmaterial für 349.000 Grundschulkinder, 227.000 Kinder im Kindergartenalter und 144.000 Kinder in der Sekundarstufe. Ziel ist es, dass noch im März alle Grundschulen zumindest provisorisch wieder arbeiten können.
- UNICEF unterstützt die Ausbildung von über 4.400 zusätzlichen Lehrern. In Kursen sollen Lehrer auch lernen, traumatisierten Kindern zu helfen. Insgesamt sollen 10.000 Lehrer fortgebildet werden.
- Mit einer landesweiten Kampagne „Geh zur Schule“ ruft UNICEF die Familien auf, ihre Kinder wieder zum Unterricht zu schicken.


