Als Teenager schon Mutter zu werden, ist für ein junges Mädchen in jeder Kultur eine große Belastung, der es nur schwer gewachsen sein kann. In der Anonymität der Millionenstadt Kairo leben unter den mutmaßlichen 2 Millionen Straßenkindern auch zahlreiche Mädchen. Viele sind vor häuslicher Gewalt auf die Straße geflüchtet, wo sich ihre Lage nur noch verschlimmert, weil sie tags und besonders nachts brutalen Angriffen schutzlos ausgesetzt sind. Einen staatlichen Zufluchtsort, wo Schwangere ihre Kinder bekommen können und sie mit dem Nötigsten versorgt werden, gibt es nicht!
Film Reisebericht Kairo 2008
Erlebnisse, Ergebnisse und Erfolge
Ann Kathrin Linsenhoff machte sich 2004 erstmals ein Bild von der Lage und engagiert sich mit ihrer UNICEF-Stiftung seitdem ganz gezielt für Mädchen und junge Mütter in der ägyptischen Hauptstadt. Beim 2. Schafhof-Festival und weiteren Aktivitäten wurden insgesamt 542.000 € gesammelt. Davon wurde ein Zentrum für bedürftige Mädchen und Mütter eingerichtet, das von der privaten Organisation Hope Village Society geführt wird. In enger Zusammenarbeit mit UNICEF wurde dieses Projekt zu einem Vorzeigemodell in Ägypten. Durch die systematische Unterstützung der Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung können nun 30 Mädchen und Mütter dauerhaft Schutz und Förderung finden. Ann Kathrin Linsenhoff reiste 2008 noch einmal nach Ägypten, um die Entwicklungen selbst zu sehen. Hope Village Society hat ein Haus gekauft und das Heim ist 2008 in ein Viertel nahe des Stadtzentrums gezogen, um besser erreichbar zu sein. Sozialarbeiter sind rund um die Uhr da und betreuen Mütter, die selbst noch Kinder sind, mit ihren Babys.
Die Welt mit anderen Augen sehen
Wer selbst sehen konnte, wie hart das Leben für Straßenkinder ist, der sieht die eigene Welt mit ganz anderen Augen.
Diese Erfahrung machten Frankfurter Schüler und Schülerinnen im Anschluss an das Schafhof-Festival 2004.
Im September flogen Sechstklässler des Goethe Gymnasiums nach Kairo, um sich vor Ort über die Situation der Straßenkinder zu informieren.
Ann Kathrin Linsenhoff finanzierte als Privatperson die Reise- und Aufenthaltskosten der Schüler. Die Reise war eine Kooperationsveranstaltung
mit der Stadt Frankfurt im Rahmen des UNICEF-Partnerschaftsjahrs 2004.






