Eine extreme Dürre, gestiegene Lebensmittelpreise und bewaffnete Konflikte hatten 2011 in Ostafrika eine Hungerkatastrophe ausgelöst. Rund 13 Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti waren damals von der Krise betroffen. Bis heute hat UNICEF mit Ihrer Unterstützung über einer Million mangelernährter Kinder das Leben gerettet. Auch hat UNICEF Flüchtlingsfamilien mit sauberem Trinkwasser und Hygienebedarf unterstützt, umfassende Impfkampagnen durchgeführt und dafür gesorgt, dass die Kinder zur Schule gehen und sicher spielen können.
Dank der massiven internationalen Hilfe von UNICEF und vielen weiteren Organisationen sowie einer besseren Ernte in vielen Gebieten, hat sich die Lage inzwischen etwas entspannt. Doch noch immer sind acht Millionen Menschen in Ostafrika auf Unterstützung angewiesen. Fast 900.000 Kinder in der Region leiden noch immer an Mangelernährung.
Ernährung: UNICEF hat insgesamt 63.000 Tonnen Hilfsgüter in die Krisenregion geliefert – darunter große Mengen therapeutische Zusatznahrung, Materialien zur Wasseraufbereitung, Impfstoffe,
Moskitonetze und Schulmaterial. Das entspricht rund 2.500 voll beladenen Lastwagen. Ernährung: Fast eine Million mangelernährte Kinder in Ostafrika erhielten Zusatznahrung. UNICEF liefert die Nahrung an einfache Ernährungszentren in den Dürregebieten und Flüchtlingslagern. Schwerst mangelernährten Kindern, die nicht mehr schlucken können, wird angereicherte Spezialmilch zugeführt. Schon nach wenigen Tagen geht es den Kindern deutlich besser – sie können nun mit einer nahrhaften Erdnusspaste gefüttert werden. Nach rund einem Monat hat sich das Körpergewicht des Kindes stabilisiert.
Impfschutz: 7,9 Millionen Kinder wurden gegen Masern geimpft. Vor allem in den überfüllten Flüchtlingslagern verbreiten sich Krankheiten besonders schnell; Impfschutz gegen die ansteckenden Krankheiten ist daher extrem wichtig – vor allem für bereits geschwächte Kinder, deren Körper Infektionen nicht gut standhalten können.
Wasser: Rund 3,2 Millionen Menschen haben seit Juli 2011 Zugang zu sauberem Wasser erhalten. Beispielsweise liefert UNICEF sicheres Wasser in die Flüchtlingslager, verteilt Wasseraufbereitungstabletten und installiert Trinkwasseranschlüsse in den betroffenen Gebieten. Außerdem errichtet UNICEF hygienische Latrinen und klärt die Familien über Hygiene
auf. So können sie sich besser gegen ansteckende und Durchfallkrankheiten schützen.
Bildung: 650.000 Kinder konnten rechtzeitig zu Beginn des neuen Jahres den Unterricht besuchen - fast die Hälfte von ihnen Mädchen. UNICEF hat die Lehrer geschult, damit sie
auf die Bedürfnisse traumatisierter Kinder angemessen eingehen können. Außerdem hat UNICEF beispielsweise Schulmaterial und -zelte zur Verfügung gestellt.
Kinderschutz: UNICEF hat für 200.000 Kinder in der gesamten Region Kinderzentren eingerichtet. Dort haben die Kinder einen sicheren Platz zum Spielen. Von UNICEF geschulte Erzieher betreuen die Kinder und helfen ihnen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten.


