Jeden Tag bringt verschmutztes Wasser 5.000 Kindern in den ärmsten Ländern der Welt den Tod. Im Irak ist die Situation nach drei Kriegen besonders dramatisch.
Jedes achte irakische Kind stirbt noch vor seinem fünften Geburtstag. Der Grund dafür sind Durchfallerkrankungen, die durch schlechtes Trinkwasser verursacht werden.
Obwohl sich die Gegend um Basra durch Wasserreichtum auszeichnet, ist diese Region im Süden des Iraks am stärksten vom Trinkwassermangel betroffen. Abwässer werden seit Jahren ungeklärt in die Flüsse geleitet und vergiften die einzige Trinkwasser-Ressource für einen Großteil der Bevölkerung.
Kriegsbedingte Schäden und Plünderungen in der Nachkriegszeit haben die Lage noch verschärft. Allein in der Stadt Basra sind 100.000 Kinder bedroht.
Jetzt wurde direkt neben dem General Hospital in Basra eine Aufbereitungsanlage in Betrieb genommen,
die UNICEF mit Unterstützung der „Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung“ gebaut hat.
Die Anlage filtert und entsalzt Wasser im Osmose-Verfahren und versorgt das Krankenhaus mit rund 60.000 Litern Frischwasser am Tag.
Damit das Wasser für die 400 Patienten – darunter mindestens 10% Kinder - in den veralteten Leitungen nicht wieder verunreinigt wird,
wurde es zunächst noch in zwei je 30 Kubikmeter fassende Tanks eingespeist und von dort mit Kannen und Kanistern in die Krankenzimmer gebracht.
Danach begannen die Reparaturarbeiten am Leitungsnetz.






