Was für Deutsche Meisterschaften
Wir haben in den vergangenen 48 Stunden wirklich eine emotionale Achterbahn-Fahrt hinter uns gebracht.
Beim Trainingswochenende in Warendorf, den verbleibenden Tagen zu Hause, wie dann auch hier in Münster, war Sterntaler-Unicef fantastisch gelaunt. Frisch und hoch motiviert haben wir uns deshalb auf den Grand Prix gefreut. Wir wollten hier nicht unbedingt auf Sieg reiten, sondern einfach an die schönen Prüfungen in Italien anknüpfen. Doch leider hat es nicht sollen sein. Sterntaler-Unicef hat sich schon auf der Außenrunde in einer Ecke an der kurzen Richterseite erschrocken und diese Angst auch mit ins Viereck genommen. Er war kaum zu überreden, bei H durch die Ecke zu gehen und so stand die komplette Prüfung nur noch unter dem Zeichen: So gut wie möglich nach Hause kommen. 60.33 Prozent sprechen dann auch für sich, doch in dieser Situation war nichts zu machen. Wir sind dann heute vor dem Special noch einmal aufs Prüfungsviereck und das Gespenst aus der Ecke schien verschwunden. Mit 73.08 Prozent wurde es der sechste Platz im Gesamtklassement und wir sind wieder positiver gestimmt. Auf Wunsch des Dressurausschusses wird Sterntaler-Unicef jetzt morgen noch einmal in der Kür außer Konkurrenz antreten. Denn durch den verpatzten Grand Prix sind wir trotz des guten Special nicht unter den besten 15 Reitern, die sich für die Kür qualifizierten. Es ist das erste Mal, dass Sterntaler-Unicef vor deutschem Publikum seine neue Kür zeigen kann und wir hoffen, dass wir unsere Chance nutzen können, uns mit einem schönen Ritt aus Münster von den Deutschen Meisterschaften zu verabschieden. Die Mannschaft für die Weltreiterspiele wird am Sonntag nachmittag bekannt gegeben und wir werden die Entscheidung umgehend hier veröffentlichen.



