Tödliche Gefahr durch verschmutzes Wasser
31.08.2010Köln. Anlässlich der internationalen Weltwasserwoche, die am Sonntag in Stockholm startet, weist UNICEF darauf hin, dass der weltweite Mangel an sauberem Trinkwasser vor allem für Kinder tödliche Folgen hat. UNICEF schätzt, dass jedes Jahr 1,5 Millionen Kinder an Krankheiten sterben, die auf verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene zurückzuführen sind.
Besonders bei Flutkatastrophen wie jetzt in Pakistan ist die Seuchengefahr durch verschmutztes Trinkwasser groß. Nach Angaben von UNICEF steigt die Zahl der Durchfallerkrankungen in den pakistanischen Flutgebieten besorgniserregend an. Ursache dafür ist vor allem das durch Fäkalien und Tierkadaver verseuchte Wasser.„Nach Flutkatastrophen ist verschmutztes Wasser die größte Gefahr für Kinder. Immer mehr Mädchen und Jungen im Notgebiet leiden an Durchfall, der vor allem für mangelernährte Kinder lebensbedrohlich ist“, sagte der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland Christian Schneider. „Seit der vergangenen Woche stieg die Zahl der akuten Durchfallerkrankungen auf 500.000 Fälle an. Drei Millionen Kinder im Flutgebiet brauchen dringend sauberes Wasser, um das Risiko tödlicher Krankheiten einzudämmen.“



