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Sportler mit Herz-Wahl gewonnen

Sportler mit Herz-Wahl gewonnen

(dpa) - Die Herzen flogen den Olympiasiegern Ann Kathrin Linsenhoff und Edwin Moses im Sturm zu: Sie wurden für ihr soziales Engagement zu den «Sportlern mit Herz 2006» ernannt. Beim 25. Sportpresseball in der Frankfurter Alten Oper am Samstagabend lief auch der Ball wieder rund und rollte - getreu dem Motto - von Frankfurt/Main nach Südafrika. Als die emotionalen Höhepunkte von der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland vor 3000 Gästen noch einmal über die Großleinwände flimmerten, brandete tosender Beifall auf. Ebenso für den veranstaltenden Verein Frankfurter Sportpresse, der bisher 750 000 Euro Spendengelder für Not leidende Kinder in der Welt gesammelt hat. Südafrikas Botschafter in Berlin, Mose Chikane, übernahm den symbolischen Staffelstab für die Fußball-Weltspiele 2010 am Kap der Guten Hoffnung - begleitet von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung sowie Stargast Howard Carpendale. Der Südafrikaner hatte 2003 seine Sängerkarriere beendet, ließ sich aber noch einmal zu einem Auftritt überreden: «Ich bin überzeugt, dass meine Heimat eine glanzvolle WM bietet. Dafür übernehme ich gern die Aufgabe als WM- Botschafter.»

Die eigentlichen Sieger aber des Abends neben Goldreiterin Linsenhoff aus Kronberg am Taunus und dem charismatischen, amerikanischen Hürdensprinter Moses waren die Kinder der Welt. Die hochdekorierte Dressurreiterin ist Unicef-Botschafterin und unterstützt in Eigeninitiative Projekte des Kinder-Hilfswerks. «Ich bin wohlhabend geboren und möchte das Glück weiter geben», sagt die Tierärztin.

Von ihrem Schafhof-Gestüt aus hat sie bisher rund 80 000 Pakte mit Schulmaterialien im Wert von je 200 Euro an Bedürftige in alle Welt verschickt und ihr mit der Auszeichnung gewürdigtes soziales Engagement bewiesen. Gleiches versucht seit Jahren der legendäre Moses als Vorsitzender der Laureus Sports Academy. Der 51-Jährige ist Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees der USA und sitzt an den Schnittstellen, um weltweit Sportprojekte für benachteiligte Kinder zu begleiten und zu lenken.

Ex-Wimbledon-Michael-Stich durfte den fünfstelligen Erlös der Tombola für seine «Michael-Stich-Stiftung» mit nach Hamburg nehmen. «Seit zwölf Jahren arbeiten wir erfolgreich für HIV-infizierte und - betroffene, an Aids erkrankten Kindern und deren Familien. Im Moment betreuen wir 600 Kinder», sagte Stich, der 1991 in Wimbledon in drei Final-Sätzen Boris Becker besiegen konnte.

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