Neue Kindergärten in Indien
Die Tsunami-Katastrophe scheint schon so lange her. Doch noch heute sind die Folgen für die betreffoffenen Regionen deutlich spürbar. Seit diesem Tag hat sich alles verändert, seit diesem Tag müssen viele der Überlebenden ganz von vorne Anfangen.
Im Rahmen des Tsunami-Spendenprojekts „Hessen hilft den Flutopfern“ wurden auch wir aktiv. Wir haben den Bau von Kindergärten finanziert, damit besonders für die Kinder wieder die Rückkehr in den Alltag möglich wird. Am 31. Oktober wurden die beiden Kindergärten in Salvan Kuppam und Edayur Kuppam bei Devaneri feierlich eingeweiht. Zur Einweihungszeremonie gehörte das Durchschneiden des bunten Eröffnungsbandes, das Entzünden der ersten Kerzen an der Eingangstür und natürlich – das Feiern mit den Dorfbewohnern. Ohne mein Wissen haben sie mir zu Ehren eine Gedenktafel angebracht über dem ein Bild von Wahajama-Unicef und mir hängt. Das hat mich sehr gefreut.
Da auch Spielsachen angeschafft wurden und bereits im Haus waren, konnten die Kinder die neuen Räume noch am selben Tag erobern. In jedem Haus werden ab sofort 25-30 Kinder tagsüber betreut. Sie erhalten dort auch Mahlzeiten und werden von den Betreuern spielerisch an das Alphabet, die englische Sprache und vieles mehr herangeführt. So sind nicht nur neue Häuser, sondern auch die Kräfte der Menschen in Devaneri gewachsen. In den Dörfern spürt man die Zuversicht und den Mut, es gibt endlich wieder lachende Gesichter. Aber es gibt auch immer noch viel zu tun. Selbst wenn der Tsunami schon lange in Vergessenheit geraten ist, die Opfer dürfen es nicht.



