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Der 20. September ist Weltkindertag

20.09.2009
Der 20. September ist Weltkindertag

und ich möchte Sie an dieser Stelle an meinen Gedanken zu diesem Tag teilhaben lassen.
Die wehrlosen Kinder dieser Welt sind das schwächste Glied unserer Gesellschaft und haben die momentane Wirtschaftskrise am wenigsten zu verantworten – gerade darum muss ihnen unsere ganze Aufmerksamkeit gelten!

In einer unsicheren Zeit ist unsere Solidarität mit den Not leidenden Kindern wichtiger denn je!

  • Nach neuesten Erkenntnissen sterben jährlich 8,8 Millionen Kinder.
  • 40% davon in den Ländern Indien, Nigeria und Kongo.
  • Etwa in Afrika stirbt jedes 6. Kind, bevor es sein fünftes Lebensjahr erreicht, an Malaria, Lungenentzündung oder auch AIDS.
  • 143 Millionen Kinder leiden weltweit an Unterernährung, leben weit unter dem Existenzminimum. Ein Zustand, der auch durch die mangelnde Bildung der Eltern noch verschärft wird.

Perspektiven schaffen

Für Kinder, die in Armut, Krankheit, Isolation und Gewalt geboren werden, hat das Leben häufig nicht allzu viele positive Überraschungen parat. Hier geht es nicht um Morgen, nicht um Zukunftsträume, sondern um das Hier und Jetzt. Diesen Menschen eine Perspektive zu schaffen, das ist unser gemeinsames Ziel. Aus diesem Grund habe ich die Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung gegründet, denn Hilfe für Kinder ist aus meiner Sicht eine der besten und wichtigsten Aufgaben, die wir haben. Die Stiftung gibt uns die Möglichkeit, gezielt Maßnahmen in Krisen- und Kriegsgebieten oder in Dritte-Welt-Ländern zu unterstützen. Vielleicht mehr als je zuvor steht unsere Gesellschaft und die Kinderhilfsorganisation UNICEF vor der großen Herausforderung, eine der umfassendsten globalen Krisen in ihren Auswirkungen auf die Kinder zu erfassen. Unsere wichtigste Aufgabe ist es, mit aller Kraft zu verhindern, was jetzt mit höchster Wahrscheinlichkeit auf die ärmsten Bevölkerungsgruppen in den Entwicklungs- und Schwellenländern zukommt. Es droht ein stiller Tsunami für Kinder zu werden - und das unmittelbar im Anschluss an die dramatische Entwicklung bei den Preisen für Lebensmittel und Treibstoff in vielen dieser Länder.

Kinder in Deutschland

Auch bei uns wächst die Kluft zwischen Kindern, die gut gefördert und abgesichert aufwachsen - und solchen, deren Leben durch Mangel oder sogar Ausgrenzung bestimmt ist. Durch zielgenaue und qualitativ hochwertige Unterstützungs- und Förderangebote von Bund, Ländern, Gemeinden, Schulen und Unternehmen muss es uns gelingen, die Schere zwischen den erfolgreichen und den benachteiligten Kindern wieder zu schließen. Es ist wichtig, dass das Wohl der Kinder in allen Bereichen der Gesellschaft stärker berücksichtigt wird! Deshalb ist die Aufnahme der Kinderrechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung in das Grundgesetz unumgänglich, damit die Gesellschaft insgesamt stärker in die Pflicht genommen wird!

Individuelle Möglichkeiten nutzen

Die Aufgabe von UNICEF Deutschland besteht auch darin, die Situation der Kinder immer wieder auf die Tagesordnung der deutschen Politik zu bringen. Das gilt für die Entwicklungshilfe ebenso wie für das Thema wachsender Kinderarmut in Deutschland. Wir werden darauf drängen, dass nicht mit sinkenden Budgets ausgerechnet jetzt der Entwicklungshilfeetat abgeschmolzen wird. Wir alle sollten daran interessiert sein und unsere individuellen Möglichkeiten nutzen, die Kinderarmut in aller Welt zu reduzieren. Gerade diejenigen benötigen jetzt von uns besondere Hilfe, die für die Finanz- und Wirtschaftskrise am wenigsten können und am härtesten betroffen sind – die Kinder.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und die Zeit, die Sie sich genommen haben, um diese Zeilen zu lesen. Auf den folgenden Seiten können Sie sich über die Projekte der Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung informieren.

Herzlichst Ihre

Ann Katrhin Linsenhoff

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